Zapfanlage einstellen ohne schäumen: Die professionelle Anleitung für Gastronomen

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Zapfanlage einstellen ohne schäumen: Die professionelle Anleitung für Gastronomen

Wer eine professionelle Zapfanlage einstellen ohne schäumen möchte, scheitert oft am vorschnellen Drehen an der CO2-Schraube. Starkes Schäumen am Hahn ist kein Zufall, sondern das Resultat eines gestörten Gleichgewichts aus Temperatur, Sättigungsdruck und Leitungsquerschnitt. Blindes Nachjustieren während des laufenden Betriebs verschlimmert die Situation meist nur, anstatt den Bierverlust zu stoppen.

Sie kennen diese Belastungsprobe aus der Gastronomie: Zur Stoßzeit laufen die Gläser über, wertvolles Bier landet im Tropfblech und Ihre Gäste warten unnötig lange auf ihre Bestellungen. Diese Verzögerungen kosten Zeit, Nerven und mindern direkt Ihren Ertrag. Die Unsicherheit darüber, wie Förderhöhe, Leitungslänge und Kühlung physikalisch zusammenhängen, führt im Alltag oft zu teurem Dauerausschuss am Tresen.

Erfahren Sie in dieser Anleitung, wie Sie den Betriebsdruck und den Kompensatorhahn Ihrer Schankanlage exakt justieren, um Schankverluste durch Bierschaum dauerhaft zu vermeiden. Wir vermitteln Ihnen ein fundiertes Verständnis der strömungstechnischen Zusammenhänge und geben Ihnen ein praxiserprobtes Schema an die Hand, mit dem Sie Druck und Durchfluss für einen stabilen Schankbetrieb sicher einstellen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Das Fundament für einen ruhigen Bierfluss bildet das exakte physikalische Gleichgewicht aus Fasstemperatur und materialspezifischem Sättigungsdruck.
  • Um eine gewerbliche Zapfanlage einstellen ohne schäumen zu können, muss der Betriebsdruck systematisch anhand von Sättigungsdruck, Leitungslänge und statischer Förderhöhe berechnet werden.
  • Der Kompensatorhahn dient als entscheidendes Stellglied, um den notwendigen hohen Förderdruck erst unmittelbar am Glasauslauf turbulenzfrei abzubauen.
  • Schäumt das Bier trotz passender Druckwerte, sind häufig mikroskopische Rauheiten durch Bierstein oder unbemerkte Mikroleckagen im CO2-System die Ursache.
  • Kontinuierliche Bierleitungsreinigungen nach DIN-Norm 6650 und Sicherheitsüberprüfungen nach DGUV 110-007 schützen Ihren Betrieb dauerhaft vor teuren Schankverlusten.

Warum schäumt das Bier? Die physikalischen Grundlagen einer Schankanlage

Häufig herrscht in der Gastronomie die Annahme vor, dass ein schäumendes Bier schlichtweg unter zu viel Gasdruck steht. Viele Betreiber drehen in Hektik das Druckminderventil herunter. Genau dieser Schritt führt jedoch meist zum gegenteiligen Effekt: Das Bier schäumt noch unkontrollierter. Wer eine gewerbliche Zapfanlage einstellen ohne schäumen will, muss verstehen, dass Bier eine mit Kohlendioxid übersättigte Flüssigkeit darstellt, die zwingend unter einem definierten Gegendruck gehalten werden muss.

Die strömungstechnischen Grundlagen einer Schankanlage beruhen auf dem Henry-Gesetz. Dieses physikalische Prinzip besagt, dass die Menge des in einer Flüssigkeit gelösten Gases proportional zum Partialdruck dieses Gases über der Flüssigkeit ist. Fällt der Systemdruck unter einen bestimmten Schwellenwert, kann die Flüssigkeit das Gas nicht mehr binden. Die Kohlensäure entbindet explosionsartig im Leitungsweg. Das Resultat ist reiner Schaum im Glas, selbst wenn der Hahn voll geöffnet wird.

Ein leichter Überdruck schadet dem Bierfluss in der Regel nicht, da moderne Hähne überschüssigen Druck regulieren können. Ein Unterdruck hingegen zerstört das physikalische Gleichgewicht unweigerlich. Neben dem Druck spielt auch die Temperaturführung eine tragende Rolle. Erwärmt sich das Bier auf dem Weg vom Fasskeller zum Zapfhahn in der Theke, sinkt die Löslichkeit des CO2 rapide ab. Isolierte Leitungsbündel und eine intakte Begleitkühlung sind daher die Grundvoraussetzung für jeden störungsfreien Ausschank.

Sättigungsdruck und Biertemperatur im Fass

Der sogenannte Sättigungsdruck bildet das Fundament jeder Druckberechnung. Er beschreibt den exakten Gleichgewichtsdruck, bei dem das im Bier gelöste Kohlendioxid stabil in Lösung bleibt. Steigt die Temperatur im Fasslager, verlangt dies unmittelbar nach einem höheren Sättigungsdruck, da warme Flüssigkeiten deutlich weniger Gas binden können als kalte.

Die Sortenvielfalt bringt unterschiedliche Richtwerte bei einer Lagertemperatur von beispielsweise 8 °C mit sich:

  • Pils: Enthält im Schnitt 5,0 bis 5,3 g CO2/l, was einem Sättigungsdruck von rund 1,1 bar entspricht.
  • Export: Mit ca. 4,8 bis 5,0 g CO2/l liegt der Sättigungsdruck bei etwa 1,0 bar.
  • Weizenbier: Weist einen hohen CO2-Gehalt von bis zu 6,5 g/l auf und benötigt bereits bei 8 °C rund 1,6 bar Sättigungsdruck.

Eine lückenlose und konstante Kühlung im Fasskeller ist unverzichtbar. Temperaturschwankungen verändern den Gleichgewichtszustand kontinuierlich und machen es nahezu unmöglich, die Schanktechnik stabil zu betreiben.

Entbindung der Kohlensäure im Leitungssystem

Fällt der Druck im Schlauchquerschnitt unter den materialspezifischen Sättigungsdruck, setzt die spontane Entgasung ein. Dies geschieht vor allem dann, wenn der Betriebsdruck falsch kalkuliert wurde oder plötzliche Strömungswiderstände auftreten. Schon kleinste Gasbläschen vergrößern ihr Volumen während des Transports zum Hahn rasant.

Befinden sich erst einmal Lufteinschlüsse oder CO2-Blasen in der Leitung, gerät der kontinuierliche Flüssigkeitsstrom ins Stocken. Das Bier reißt am Schankhahn ab, spritzt unregelmäßig und tritt als Gemisch aus Gas und warmem Schaum aus. Um eine Zapfanlage einstellen ohne schäumen dauerhaft zu gewährleisten, muss der Druck im gesamten System zu jedem Zeitpunkt oberhalb des produktspezifischen Sättigungsdrucks gehalten werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Den Betriebsdruck präzise berechnen und einstellen

Ein stabiler Schankbetrieb basiert nicht auf Schätzwerten, sondern auf einer exakten Berechnung. Wer eine Zapfanlage einstellen ohne schäumen will, ermittelt zunächst den tatsächlichen Betriebsdruck. Dieser setzt sich immer aus zwei Komponenten zusammen: dem Sättigungsdruck des Bieres und dem erforderlichen Förderdruck für die Überwindung von Höhenunterschieden sowie Leitungswiderständen.

Messen Sie im ersten Schritt die Temperatur des Bieres im Fass. Nutzen Sie hierfür ein verlässliches Einstichthermometer, da die Raumluft im Kühlkeller oft von der Flüssigkeitstemperatur abweicht. Anhand des ermittelten Werts lesen Sie den Sättigungsdruck aus einer CO2-Tabelle ab. Wie in den fachlichen Leitfäden des Deutschen Brauer-Bundes dargelegt, sichert nur dieser produktspezifische Basisdruck die Qualität und Frische im Gebinde.

Berechnung des Förderdrucks für die Förderstrecke

Zum Sättigungsdruck addieren Sie nun die Werte für die Förderstrecke. Die statische Förderhöhe verlangt einen Zuschlag von exakt 0,1 bar pro Meter Höhenunterschied zwischen dem Fassboden und dem Zapfhahn an der Theke. Hinzu kommt der Reibungsverlust im Schlauchsystem:

  • Leitungsquerschnitt 7 mm: Rechnen Sie mit einem Reibungswiderstand von etwa 0,05 bar pro laufendem Meter Bierleitung.
  • Leitungsquerschnitt 10 mm: Durch den größeren Durchmesser sinkt der Verlust auf ca. 0,01 bar pro Meter.
  • Zusatzkomponenten: Integrierte Kühlschlangen in Durchlaufkühlern oder Bierbegleitkühlungen schlagen üblicherweise mit einem zusätzlichen Widerstand von 0,2 bis 0,3 bar zu Buche.

Ein Praxisbeispiel: Bei einem Pils mit 8 °C (1,1 bar Sättigungsdruck), einem Höhenunterschied von zwei Metern (0,2 bar) und zehn Metern 7-mm-Leitung (0,5 bar) ergibt sich ein benötigter Betriebsdruck von 1,8 bar. Erst diese Addition erlaubt es, die Zapfanlage einstellen ohne schäumen technisch sauber umzusetzen.

Justierung am Haupt- und Zwischendruckminderer

Stellen Sie den errechneten Gesamtdruck direkt am Druckminderer der Kohlensäureflasche oder am zuständigen Zwischendruckminderer ein. Öffnen Sie die Absperrhähne schrittweise. Wenn Sie den Druck nachträglich nach unten korrigieren müssen, reicht das bloße Zurückdrehen der Einstellschraube nicht aus. Betätigen Sie zwingend das Überdruckventil am Minderer oder zapfen Sie ein Glas an, um das System zu entlasten. Andernfalls zeigt das Manometer weiterhin den veralteten Leitungsdruck an.

Prüfen Sie zudem regelmäßig, ob die Manometernadel bei geschlossenem System stabil steht. Kriechende Zeiger deuten auf innere Undichtigkeiten hin. Bei unklaren Druckverlusten oder verzweigten Mehrleitungsanlagen berät Sie unser technischer Service gern vor Ort zur optimalen Einstellung Ihrer Anlage.

Kompensatorhahn und Schanktechnik optimal einregulieren

Selbst bei mathematisch exakt berechnetem Leitungsdruck scheitert der Ausschank oft am letzten Bauteil: dem Zapfhahn. Um eine Zapfanlage einstellen ohne schäumen zu können, kommt in modernen Gastronomiebetrieben fast ausnahmslos ein Kompensatorhahn zum Einsatz. Seine Aufgabe besteht darin, das unter relativ hohem Betriebsdruck stehende Bier erst unmittelbar vor dem Austritt kontrolliert und ohne Turbulenzen zu beruhigen. Ein innenliegender Regelkegel verengt oder erweitert den Strömungskanal mechanisch. Dadurch baut sich der Druck im Gehäuse stufenlos ab, ohne dass die gelöste Kohlensäure durch schlagartige Entspannung ausperlt.

Voraussetzung für diese präzise Drosselung ist eine einwandfreie Mechanik. Prüfen Sie regelmäßig die O-Ringe sowie die Führungselemente des Kompensatorkegels. Sind die Dichtungen porös oder weist der Kegel feine Riefen auf, entstehen Verwirbelungen im Schankhahn. Das Bier schlägt um und schäumt unweigerlich. Auch ein typischer Bedienfehler des Servicepersonals führt häufig zu Schankverlusten: Der Hauptzapfhebel wird oft nur halb geöffnet, in der Annahme, dadurch langsamer zu zapfen. Dies erzeugt an der Schankdichtung eine starke Verengung mit extremen Scherkräften. Öffnen Sie den Zapfhebel stets vollständig. Die Fließgeschwindigkeit regeln Sie ausschließlich über den seitlichen Kompensatorhebel.

Einstellung des Kompensatorhebels im laufenden Ausschank

Schließen Sie den seitlichen Hebel vor der Justierung fast vollständig. Ziehen Sie den Schankhahn ganz auf und öffnen Sie den Kompensatorhebel danach schrittweise, bis ein gleichmäßiger, klarer Bierstrahl austritt. Als Richtwert gilt: Ein 0,3-Liter-Glas sollte sich in etwa sieben bis acht Sekunden ruhig füllen. Beginnt das Bier im Strahl weißlich zu trüben, schließen Sie den Hebel minimal zurück, um die Fließgeschwindigkeit zu drosseln und die Zapfanlage einstellen ohne schäumen in der Praxis abzusichern.

Glastemperatur und Zapftechnik an der Theke

Selbst die beste Schanktechnik kapituliert vor falsch temperierten Gläsern. Warme oder staubtrockene Gläser wirken wie Katalysatoren: Sie entziehen dem Bier schlagartig Kälte und provozieren mikroskopische Bläschenbildung. Beachten Sie daher folgende Handgriffe an der Theke:

  • Gläser vor dem Befüllen stets auf der Gläserdusche mit klarem, kaltem Wasser benetzen.
  • Das Glas zu Beginn im 45-Grad-Winkel ansetzen und das Bier an der Innenwandung ruhig einlaufen lassen.
  • Den Auslauf des Hahns keinesfalls in das Bier oder den Schaum eintauchen, um Lufteinzug und Keimverschleppung zu vermeiden.
Zapfanlage einstellen ohne schäumen

Ursachenforschung: Wenn das Bier trotz korrektem Druck schäumt

Zeigen die Manometer exakt die berechneten Werte und steht der Kompensatorhebel in Normalstellung, treibt schäumendes Bier manchen Gastronomen zur Verzweiflung. In solchen Situationen liegt die Störungsursache nicht mehr an der Druckeinstellung, sondern an strömungsmechanischen Störstellen im Leitungsverlauf. Wer die eigene Zapfanlage einstellen ohne schäumen möchte, muss den Blick auf physikalische Barrieren und Verunreinigungen richten. Jede noch so kleine Unebenheit im Schlauchinneren bricht die laminare Strömung. Es bilden sich sogenannte Kavitationspunkte, an denen das Kohlendioxid schlagartig ausgast.

Ein weiteres, oft übersehenes Problem stellen thermische Brücken dar. Verlaufen Bierschläuche in unzureichend isolierten Pythons oder liegt die Begleitkühlung trocken, entstehen lokale Warmzonen. An diesen Stellen erwärmt sich das stehende Bier während Schankpausen innerhalb weniger Minuten. Beim nächsten Zapfvorgang schießt zunächst ein warmer Pfropfen aus purem Schaum ins Glas. Zudem führt eine unzuverlässige Versorgung mit Kohlensäure durch undichte Verbindungen zu schleichendem Druckabfall im Leitungssystem, der den Ausschank lahmlegt.

Mikrobiologische Verunreinigungen und Hygiene-Mängel

Häufiger als technische Defekte sind hygienische Mängel der Auslöser für unkontrollierten Bierschaum. Organische Rückstände wie Hefeablagerungen und mineralischer Bierstein haften sich an den glatten Innenwänden von Schläuchen und Armaturen fest. Diese mikroskopisch rauen Schichten wirken wie endlose Ketten von Entbindungspunkten für das Gas.

Eine lückenlose Schankanlagenreinigung nach DIN-Norm 6650 beseitigt diese Keimzellen zuverlässig. Lagern sich erst einmal dicke Schichten im Zapfkopf oder Schankhahn ab, hilft kein Regulieren des Drucks mehr. Wie Gastronomen dauerhaft saubere Leitungen gewährleisten, zeigt unser detaillierter Fachbeitrag über Bierleitungsreinigung Fachbetrieb.

Technische Defekte an Kühlung und Armaturen

Mechanische Bauteile unterliegen im täglichen Betrieb stetigem Verschleiß. Schäumt das Produkt stoßweise, empfiehlt sich eine systematische Überprüfung folgender Schwachstellen:

  • Durchlaufkühler: Ein defektes Rührwerk oder eine abgetaute Eisbank verhindert die nötige Kälteübertragung an die Kühlschlangen.
  • Fassanschluss: Verschlissene Lippendichtungen und beschädigte Rückschlagventile am Zapfkopf ziehen beim Zapfvorgang Falschluft in den Bierstrom.
  • Druckverteilung: Bei Verzeigung auf mehrere Zapfhähne bricht der Fließdruck zusammen, wenn zwei Hähne gleichzeitig geöffnet werden.

Haben Sie die Druckwerte kontrolliert und schäumt die Anlage dennoch ununterbrochen, liegen verdeckte technische Defekte nahe. Fordern Sie unsere Schanktechnik-Spezialisten für eine präzise Fehlerdiagnose an, um teure Schankverluste im laufenden Service sofort abzustellen.

Professionelle Wartung und Schanktechnik-Service durch GTH - Getränke Technik Honesz

Eine Schankanlage arbeitet nur dann dauerhaft wirtschaftlich, wenn Technik, Hygiene und Druckeinstellung präzise ineinandergreifen. Lässt sich die Zapfanlage einstellen ohne schäumen im hektischen Gastronomiealltag dennoch nicht realisieren, stoßen eigene Anpassungsversuche schnell an Grenzen. GTH - Getränke Technik Honesz unterstützt Hotelbetriebe, Bars und Restaurants als spezialisierter Partner mit fundierten Wartungsdienstleistungen und tiefem handwerklichen Verständnis direkt vor Ort.

Gegründet von einem erfahrenen Gastronomen und F&B-Manager, begegnen wir Ihnen auf Augenhöhe. Wir kennen die betrieblichen Belastungen im laufenden Tresengeschäft genau. Ob fachgerechte Planung und Installation von Schankanlagen oder die lückenlose Versorgung mit Kohlensäure: Unser Leistungsangebot stellt sicher, dass Schankverluste durch übermäßiges Schäumen der Vergangenheit angehören.

DGUV-Prüfung und Werterhalt der Gastronomie-Technik

Seit dem Wegfall der früheren Schankanlagenverordnung liegt die volle Verantwortung für den sicheren Betrieb beim Gastronomen. Wir führen für Sie die vorgeschriebenen sicherheitstechnischen Überprüfungen gemäß DGUV Regel 110-007 durch. Dabei prüfen unsere Techniker alle relevanten Baugruppen auf Herz und Nieren:

  • Druckgasbehälter, CO2-Druckminderer und mechanische Sicherheitsventile
  • Bier- und Gasleitungswege auf Dichtigkeit, Materialermüdung und Rissbildung
  • Funktionsfähigkeit der Gaswarnanlagen in geschlossenen Lagerräumen

Dieser planmäßige Check schützt nicht nur Ihr Personal und Ihre Gäste vor Gefahren, sondern sichert den Werterhalt Ihrer Schanktechnik. Gastronomen von Kiel und Flensburg über Neumünster bis Lübeck vertrauen auf diesen rechtssicheren Prüfnachweis.

Schnelle Hilfe bei akuten Schankstörungen

Fällt am Wochenende oder während einer Abendveranstaltung der Druck ab, droht ein massiver Umsatzausfall. GTH - Getränke Technik Honesz bietet Gastronomiebetrieben in Schleswig-Holstein einen verlässlichen 24/7 Notdienst. Unsere Servicefahrzeuge führen gängige Ersatzteile von Lippendichtungen bis zu Austauscharmaturen mit, um Störstellen direkt bei der ersten Anfahrt zu beheben.

Unsere Techniker lokalisieren schleichende Druckverluste im Gassystem, ersetzen defekte Regelkegel an Hähnen und stellen alle Parameter messtechnisch exakt auf Ihre Biersorten ein. So lässt sich jede Zapfanlage einstellen ohne schäumen, damit der Ausschank sofort wieder ruhig läuft. Verlieren Sie bei Schankproblemen keine Zeit: Kontaktieren Sie GTH - Getränke Technik Honesz für eine Schankanlagen-Prüfung und sichern Sie sich professionelle Schanktechnik-Expertise.

Dauerhaft stabiler Bierfluss: Schankverluste gezielt abstellen

Ein ruhiger, kontrollierter Ausschank beruht weder auf Zufall noch auf fortwährendem Ausprobieren am Druckminderer. Wenn Sie Ihre Zapfanlage einstellen ohne schäumen möchten, bilden die exakte physikalische Druckberechnung, die präzise Handhabung des Kompensatorhahns und kompromisslose Leitungshygiene das verlässliche Fundament. Stimmen Betriebsdruck, Kühlung und Fließwiderstände bis ins Detail, fließt jedes Bier verlustfrei und zügig ins Glas.

Als inhabergeführter Fachbetrieb mit fundierter F&B- und Gastronomie-Praxis kennen wir die täglichen Herausforderungen im laufenden Tresengeschäft genau. Wir unterstützen Sie verlässlich bei der systematischen Bierleitungsreinigung nach DIN-Norm 6650 sowie bei wiederkehrenden Sicherheitsprüfungen nach DGUV 110-007. Zudem steht unser 24/7 Notdienst für Gastronomiebetriebe in ganz Schleswig-Holstein bereit, um Schankstörungen schnell und fachgerecht zu beheben.

Vermeiden Sie teuren Schaumausschuss und sichern Sie die Wirtschaftlichkeit Ihrer Theke: Lassen Sie Ihre Schankanlage jetzt vom Fachbetrieb prüfen und einstellen, um sich auf einen jederzeit reibungslosen Ausschank verlassen zu können.

Häufig gestellte Fragen zur Zapfanlageneinstellung

Wie berechne ich den richtigen CO2-Druck für meine Schankanlage?

Der Betriebsdruck errechnet sich aus der Summe von Sättigungsdruck, statischer Förderhöhe und dem Leitungswiderstand. Zunächst bestimmen Sie die Fasstemperatur und lesen den Basissättigungsdruck aus einer CO2-Tabelle ab. Für jeden Höhenmeter zwischen Fass und Hahn addieren Sie 0,1 bar. Hinzu kommt der Reibungsverlust der Bierleitung, beispielsweise 0,05 bar pro Meter bei 7-mm-Schläuchen sowie etwa 0,2 bar Zuschlag für Kühlschlangen. Die Summe ergibt den optimalen Betriebsdruck am Druckminderer.

Warum schäumt das Bier, obwohl der Druckminderer bereits hoch eingestellt ist?

Ein hoher Druck verhindert zwar die Gasentbindung in der Förderleitung, führt am Schankhahn jedoch zu extremen Strömungsgeschwindigkeiten. Ist der Durchfluss am Kompensatorhahn nicht ausreichend gedrosselt, bricht der Bierstrahl beim Aufprall im Glas turbulent auf und erzeugt massiven Schaum. Zudem können unbemerkte Warmzonen in den Bierleitungen oder mechanische Beschädigungen am Dichtkegel des Hahns dafür sorgen, dass das Bier trotz hohem Vordruck schlagartig aufschäumt.

Welche Rolle spielt die Leitungsreinigung nach DIN-Norm 6650 beim Bierschaum?

Hygienische Mängel sind eine der häufigsten Ursachen für Schaumprobleme. Setzen sich mineralischer Bierstein und Hefen in den Leitungen ab, bilden die mikroskopisch rauen Ablagerungen permanente Entbindungspunkte für Kohlensäure. Das CO2 perlt an diesen Barrieren kontinuierlich aus. Eine fachgerechte Schankanlagenreinigung nach DIN-Norm 6650 entfernt diese Biofilme vollständig und glättet die inneren Wandungen, was für einen laminaren, beruhigten Bierfluss bis zum Glas zwingend erforderlich ist.

Kann ein falscher Leitungsdurchmesser zu permanentem Aufschäumen führen?

Ja, der Leitungsquerschnitt beeinflusst das Fließverhalten und den Druckverlust maßgeblich. Wird beispielsweise ein zu großer Durchmesser über kurze Distanzen eingesetzt, fehlt der nötige Reibungswiderstand, sodass das Bier mit zu hoher Restenergie am Schankhahn ankommt. Ein zu geringer Leitungsdurchmesser wiederum verlangt sehr hohe Drücke, die das System belasten. Für eine reibungslose Funktion müssen Leitungsdurchmesser, Leitungslänge und Vordruck exakt aufeinander abgestimmt sein.

Wie stelle ich den Kompensatorhahn bei stark schäumendem Bier richtig ein?

Schließen Sie den seitlichen Regulierhebel zunächst vollständig und ziehen Sie den Zapfhebel ganz nach vorn auf. Öffnen Sie nun den Kompensatorhebel langsam millimeterweise, bis ein gleichmäßiger Bierstrahl ohne Spritzer austritt. Zielgröße für den idealen Durchfluss ist eine Füllzeit von etwa sieben bis acht Sekunden für ein 0,3-Liter-Glas. So lässt sich die gewerbliche Zapfanlage einstellen ohne schäumen und das Überlaufen am Glasrand sicher unterbinden.

Was mache ich, wenn das Fassbier im Keller wärmer wird als gewohnt?

Steigt die Temperatur im Fasslager unvorhergesehen an, müssen Sie den CO2-Betriebsdruck sofort anpassen. Da wärmere Flüssigkeiten Kohlendioxid schlechter binden, steigt der Sättigungsdruck des Bieres an. Erhöhen Sie den Druck am Druckminderer entsprechend der Sättigungstabelle um rund 0,1 bar pro zwei Grad Celsius Temperaturanstieg. Drosseln Sie gleichzeitig den Kompensatorhahn etwas stärker ein, um die höhere Fließgeschwindigkeit am Auslaufhahn mechanisch abzufangen.

Wann sollte ein Fachbetrieb für Schanktechnik gerufen werden?

Ein Fachbetrieb ist gefragt, wenn trotz korrekter Druckberechnung anhaltender Schaumausschuss auftritt oder Gasverluste im System feststellbar sind. Auch wiederkehrende Sicherheitsüberprüfungen nach DGUV 110-007 sowie die professionelle Grundreinigung gehören in Profihände. Betriebe in Regionen wie Kiel, Flensburg, Neumünster oder Lübeck profitieren bei akuten Störungen vom schnellen Eingreifen unseres 24/7 Notdienstes, der Fehler an Kühlaggregaten und Armaturen sofort behebt, damit Sie Ihre Zapfanlage einstellen ohne schäumen.

Artikel von

Peter Honesz

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